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: Gesellschaft :: Die Bebel-Bohème :
Es ist ein kleiner feiner Hotspot in Halles nördlicher Innenstadt: Der August-Bebel-Platz hat sich seit Jahren zu einem trendigen Treffpunkt der Saalestadt gemausert. Auf dem Weg vom Paulusviertel ins Zentrum bleibt das junge und junggebliebene Publikum gern hängen, um zu entspannen, zu sehen und gesehen zu werden. Und die Entwicklung hin zu einem „Place-to-be" reißt nicht ab

Es ist ja auch alles vorhanden, was einen urbanen Szenetreff ausmacht: Hippe Cafés und Bars wie das „Fräulein August" haben sich ihr Stammpublikum aufgebaut, Neuansiedlungen wie das Eiscafé „ILOVE" und das Bio-Bistro „Kumara" entscheiden sich bewusst für den Standort am verkehrsreichen Platz, wohl wissend, dass neben reichlich interessierten Anwohnern auch jede Menge Laufkundschaft vorhanden ist.
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Aber nicht nur die harten Fakten zählen, wenn es einen Platz zu beleben gilt: Es sind vornehmlich eben die „weichen Standortfaktoren", wie es im Marketing so schön heißt. Und mit solchen hat der August- Bebel-Platz im großen Stil aufzuwarten. „Es sind die Menschen hier, die uns hergezogen haben", sagt Anne Bethmann vom „Kumara": „Die Nachbarschaft ist uns wichtig."

Wie wichtig, das verraten derzeit auch die Infotafeln der beiden gegenüberliegenden Lokale. Wo sonst die Tagesangebote mit Kreide angeschrieben werden, steht nun auf der einen Seite „Hallo Fräulein", auf der anderen „Willkommen Kumara". Und dieses herzliche Miteinander zieht sich über den gesamten Platz. Immer wieder sieht man vor allem im Sommer eine große Meute junger Leute, die es sich auf der Grünfläche am Springbrunnen gemütlich macht. Stundenlang plaudern, (dezent) Musik machen, das Leben genießen: Der Platz atmet den Geist einer alternativen Partymeile, ohne in Ballermann-Abgründe abzugleiten.
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„Das mag für manche Anwohner auch anstrengend sein, aber im Großen und Ganzen empfinden die Platzbewohner die Feiermeute als angenehmen Teil des Lebens.“ (Anne Bethmann, Bio-Bistro „Kumara“)

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Spontanparties ohne Krach und ohne Genehmigungspflicht, dafür mit ausdauernder Laissez-faire, die Bohème am Bebel-Brunnen sozusagen. „Das mag für manche Anwohner auch anstrengend sein, aber im Großen und Ganzen", so Anne Bethmann, „empfinden die Platzbewohner die Feiermeute als angenehmen Teil des Lebens. Nur ihren Müll sollten sie alle wieder mitnehmen".

Hinterlassenschaften anderer Art gibt es an einer Ecke des Platzes zu entdecken: Hier haben Studenten vor kurzem sogenannte Give boxen aufgestellt. In diesen öffentlichen Tauschplätzen kann jeder abgeben, was er nicht mehr braucht, und im Gegenzug mitnehmen, was ihm nützlich erscheint. Linda Schäffler, eine der Initiatorinnen des Projekts, berichtet begeistert von der Eröffnung zu Pfingsten, als eine für den Bebel- Platz typische Spontanparty viele Leute anlockte, und dass die Boxen mittlerweile gut angenommen werden (mehr zum Givebox-Projekt siehe nebenstehenden Text). Am fünften Juli soll das Ganze wiederholt werden, dann bietet die Grünfläche am Springbrunnen neben dem Trödeltausch auch Platz für akustische Darbietungen, Poetry Slam und offene Ausstellungen. Wer etwas darzubieten hat, sei willkommen. Ganz im Sinne der Bohème vom Bebel-Platz eben.

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