"Hereinspaziert!“ Wer könnte einer hübschen Kellnerin wie Hendrikje Balsmeyer vom Zwöö diese Einladung schon ausschlagen...
In der Reilstraße 107, im Norden der Stadt und unweit des Reilecks gelegen, trifft man beispielsweise auf die Kneipe mit den zwei „Ös" – das Zwöö. Ins Zwöö zu gehen, ist immer so ein bisschen wie Heimspiel auf dem Kiez. Kenner der Kneipe schätzen zudem vor allem den ziemlich lauschigen Biergarten mit den zwei Schatten spendenden Kastanien. „Die Biergartenbäume schlechthin", wie Holger Weise findet. Der 48-Jährige ist seit 2005 Inhaber des Zwöö. Doch kennt er die Kneipe seit ihren Anfängen im Jahr 1995. Als Koch hat er damals gearbeitet. Die Küche ist aber noch immer sein Revier. „Ich habe meine Leidenschaft im Kochen gefunden", sagt er, auch wenn Weise noch einen anderen Koch engagiert hat. Schließlich hat er als Inhaber noch andere Verpflichtungen.
Da es draußen etwas kühl geworden ist, geht’s vom Biergarten direkt an die Zwöö-Bar. Drinnen ist es aber nicht weniger gemütlich. Neben einem Nichtraucherraum – die gesetzlichenVorgaben lassen grüßen – gibt es den Raucherbereich mit Bar und noch einen großen Raum, der erst seit kurzem mit einem Billardtisch lockt. „Der ist gerade mal zwei Monate alt, wird aber schon ganz gut von unseren Stammkunden angenommen", sagt Hendrikje Balsmeyer, die seit sechs Jahren neben ihrem Studium im Zwöö kellnert. Schließlich könne man sich gut dorthin zurückziehen, meint die 24-Jähige. Bei ihr bestellen wir gleich, nach dem Blick in die kleine Karte, Leber in Salbeibutter mit Zwiebeln, Äpfeln und Bratkartoffeln (6,50 Euro). Hendrikjes Wahl wäre das nicht gewesen, gesteht sie. Sie mag eher das Hühnchen mit Zitronensoße, das sich neben Salaten, Pasta- und Dessertvariationen sowie verschiedenen Snacks (Kartoffelecken, Pelmeni) auf der Karte tummelt. „Dazu bieten wir wechselnde Tagesgerichte an", sagt Hendrikje. Frisch zubereitet, ist die Leber ein Gaumenschmaus: Zart, gut gewürzt und mit dem frischen Salbei passt sie wunderbar zu den Zwiebeln und Äpfeln. Die Bratkartoffeln sind knusprig und mit Rosmarin verfeinert. Ein guter Rotwein oder Bier vom Fass sind gute Begleiter zur Leber – und das gleich in doppelter Hinsicht – für die auf dem Teller und die Eigene. Unser Fazit: Wir kommen gern wieder.