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Geneigte Leser,

nach dieser Bundestagswahl gilt es noch einige Ergebnisse zu würdigen, die meines Erachtens nach ein wenig zu kurz gekommen sind. In dem Land, das den Nationalsozialismus im Dritten Reich und den Holocaust zu verantworten hat, haben zwölf Prozent der Wähler eine Partei gewählt, die offen rechtsradikal, antidemokratisch und antieuropäisch ist. In etwa weitere zwölf Prozent haben sich darüber hinaus lediglich nicht getraut. Das ist er, der wahrhaft gute Deutsche, Opportunist und Untertan. Er selber nennt sich Patriot. Ein anderer Punkt ist der angebliche Rechtsruck, der dem Land nach der Wahl attestiert worden ist. Das ist natürlich Unsinn. Die Nazis, die Rassisten, die Antisemiten, sie alle waren nie weg. Und sie haben ja nicht mal die Klappe gehalten. Die Damen und Herren Politiker hätten sie hören können, wenn sie nicht absichtlich weggehört hätten. Nur ein paar mal wenigstens hätten sie sich ins Auto setzen und in die sächsische Provinz fahren müssen. Wahrscheinlich dachten alle, der Tillich macht das schon. Hat der aber auch nicht. Er und seine Vorgänger hatten damit zu tun, die Polizei abzuziehen, Schulen und Arztpraxen zu schließen und vor allem sich 25 Jahre lang das rechte Auge zuzuhalten. Mit dieser Taktik hat man in Thüringen und Sachsen zuvor schon versucht den NSU kleinzuhalten.

Mit todsicherem Erfolg, wie man heute weiß. Tillich hätte viel daraus lernen können. Hat er aber nicht. Und so ist er jetzt seinen Ministerpräsidentenposten los. Freilich, er wird weich fallen, wie in der Branche üblich. Ein Jobangebot soll er auch schon haben. Gesucht wird ein Mediator. Denn neuerdings glaubt man – ohne jede Ironie – man könne die Rechtsradikalen entzaubern, wenn man mit ihnen in den Dialog tritt. Das ist zwar blanker Unsinn. Tillich aber ficht das offenbar nicht an. Wie jetzt gemeldet wurde, hat er sich seine drängendsten Fragen für die erste Dialogrunde schon notiert: „Herr Gauland, wie läuft die Jagd? // Heute schon gehetzt? // Und Alice – im Sudetenland? // Was meinen Sie, Autobahnen ja/nein? // Und schließlich: Was wird denn nun aus dem Endsieg? // Und welches Buch würden Sie dann als erstes verbrennen?" „Herr Gauland, was? Nein ,Frauke Petry‘ dürfen Sie an dieser Stelle nicht antworten!"

Eike Käubler


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