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Mit Bratwurst, Bier und Band

Nach vier Jahren leidenschaftlicher Vereinsarbeit spielen Halles Turbine- Fußballer nun auch auf grünem Kunststoff. Das wird im Juni gefeiert. Dann ist Eröffnung

Text: Annett Krake; Bild: Sven Ziegler

In Giebichenstein, hoch oben auf Lehmanns Felsen triumphiert der Fußballverein mit dem Blitz im Emblem und Sportlern, die ein Kunstrasenprojekt realisiert haben, das vor Kreativität strotzt, an den Nerven zerrte und Durchhaltevermögen abverlangte. Am 20. Juni wäre es daher durchaus angebracht, sich im guten Jackett auf zur Spielstätte zu machen, um den Fußballern Sven Ziegler, Daniel Wurbs, Detlef Thürkow und Peter Reinke Respekt zu erweisen. Sie sind die Strippenzieher des Projekts, sie haben an einem Abend im Jahr 2014 bei einem Kasten Bier zusammen gesessen und die Idee, den über 60 Jahre alten Schotterplatz in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln, von da an, ehrenamtlich, in die Hand genommen.


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Grün, ja grün ist alles, was ich habe! Wirklich?

Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte Lebensmittel, faire Produktion: Wenn wir den Konzernen Glauben schenken, können wir mit Kaufentscheidungen die Welt retten. Das ist aber falsch! Der neue Dokumentarfilm „Die grüne Lüge" von Werner Boote, am 16. April um 18.30 Uhr im Puschkino zu sehen, deckt dreiste Lügen und Greenwashing-Strategien großer Konzerne auf. Anschließenden gibt es ein Filmgespräch mit der Heinrich Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt

Text: Mathias Schulze, Foto: www.greenlie.at

„Mir wird gesagt, dass ich die Welt retten kann." Werner Boote strahlt seinen Optimismus grenzenlos in die Kamera. Wäre da nicht die Journalistin Kathrin Hartmann: Das Leben könnte so unbeschwert sein, im Supermarkt baumeln die Nachhaltigkeitsetiketten an den Produkten, für faire Produktion ist doch bestimmt auch gesorgt und draußen steht das Elektroauto. Hurra! Was kann da noch schiefgehen mit jenem blauen Planeten, der uns schon seit ein paar Jährchen durchs All gondelt? Und doch, man ahnt es, man weiß es, ist dieser gespielte Optimismus nur der Auftakt eines Dokumentarfilmes, der der Frage nachgeht, wie es denn nun wirklich um unsere Konsumgüter bestellt ist. Ein Hinweis sei vorab gestattet: Der Film heißt „Die grüne Lüge". 


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Wenzel macht das Licht aus

Im Juni schließt der "Rote Salon" in der Mozartstraße für immer. Nach 20 Jahren verabschiedet Salonbesitzer Maschel Schöne die Bühne mit Hans-Eckardt Wenzel

Text & Bild: Michael Falgowski

Der „Rote Salon" schließt. Nach 20 Jahren verschwindet eine Institution aus Halles nichtsubventionierter Kulturszene. Und eine Institution ist der Rote Salon tatsächlich. Mehr als 80 Lesungen, Konzerte, Diskussionen, Filme oder auch Tangotanzen haben in dem rot getünchten Zimmer in einem sanierungsbedürftigen HWGMietshaus in der Mozartstraße stattgefunden. Obwohl nur eine halböffentliche Bühne, hatte der Salon, durch Mundpropaganda und Newsletter verbreitet, geschätzt 3500 Gäste. Eintritt wurde nicht verlangt. Viele brachten ihre eigenen Stühle mit. 

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Der Druck der Straße

"Wir sind Verkehr!": Radfahrer touren als Critical Mass durch Halle. Manchmal sogar auf der Hochstraße.

Text: Michael Falgowski

„Mir ist es eingefallen, während ich Fahrrad fuhr", soll Albert Einstein über das Entstehen seiner Relativitätstheorie gesagt haben. So ist es zumindest auf einem der bunten Aufkleber zu lesen, die seit Wochen überall in der Stadt auftauchen. Die Aufkleber bewerben die Critical Mass, eine monatlich stattfindende, ganz unorganisierte Fahrraddemonstration. Einen anderes Motiv lautet: „Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden wie beim Fahrrad"; dem Autobauer Adam Opel wird dieses Zitat zugeschrieben. 12.000 solcher Aufkleber wurden jetzt mit finanzieller Unterstützung durch den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) für die „Critical Mass" gedruckt. 


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Straße ins Netz

Die Heimat im engeren Sinne – in diesem Fall die Ludwig-Wucherer-Straße – künstlerisch reflektiert zu sehen oder damit vielleicht sogar neu zu entdecken, ist ein Reiz, dem der Hallenser Benjamin Abicht im multimedialen Projekt "Meine LuWu" nachgegangen ist

Text: Mathias Schulze; Bild: Benjamin Abicht

Warum derartige Projekte entstehen und warum sie oft in den Kinderschuhen stecken bleiben verrät Abicht im Interview.

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